Grenz.Fall

Tanztheater
 

17.04.2010 Premiere im Alten Gasometer Zwickau

letzte Vorstellung:
07.10.2011, Neuberinhaus Reichenbach, Reichenbach/Vogtl.

Besetzung:

Probanden - Andreas Bocek, Gabriele Bocek, Lina Ebert, Ines Falcke, Albrecht Fersch, Marion Fröhlich, Jule Kohl, Cornelia Kluge, Hannelore Leischner, Roland Leischner, Sally Michler, Cordula Mikasch, Martin Opitz, Nancy Pahnke, Claudia Perschke, Anne Weichelt

Choreografie/Regie - Gabriele Bocek
Dramaturgie - Tilo Nöbel

 

Auszeichnung:
Kreativpreis 2011 (XV. Neuberin-Festspiele Reichenbach)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tanzcompany des Mondstaubtheaters begab sich im Jahr 2009 anlässlich des historischen Ereignisses des "Mauerfalls" und der darauf folgenden Wiedervereinigung beider deutscher Staaten im Jahr 1990 auf Spurensuche in die vergangenen Jahrzehnte.

Sind wirklich alle Grenzen gefallen? Was begrenzt uns heute? Wodurch begrenzt man sich selbst und wie viel Grenze ist notwendig für die eigene Sicherheit?

Diese und viele andere Fragen beschäftigten das Tanzensemble seit geraumer Zeit. Bei der Suche nach choreographischen Möglichkeiten stellte sich heraus, dass die Vielfalt der Lösungen mindestens so groß ist, wie die Anzahl der Menschen auf der Tanzfläche.

Es ergaben sich immer wieder neue Experimente, so dass wir uns entschlossen haben, diese zu einer Versuchsanordnung gemäß wissenschaftlicher Strukturen zusammen zu fügen. Die Bühnen verschiedenster Spielstätten in Zwickau, Leipzig, Dresden und Reichenbach bieteten dafür den idealen Raum. In diesem Fall wurden sie zu einem künstlerischen Laboratorium, das 15 Probanden erfasst hat.

Gemeinsam mit der Choreographin und Trainerin, Gabriele Bocek, entwickelte das Ensemble aus persönlichen Biographien den Stoff dieser Tanztheaterproduktion des Mondstaubtheaters, die überaus erfolgreich lief und am 07.10.2011 ihren Abschluss anlässlich der Neuberinfestspiele in Reichen-bach/Vogtl. erleben durfte.

Grenz.Fall! Das Experimentierfeld der TänzerInnen unterschiedlicher Generationen bezog sich auf das körperliche Repertoire der Einzelnen ebenso wie auf die gedankliche Auseinandersetzung mit den unendlich vielen Fragen.

Fazit:
20 Jahre Mauer-Fall sind 20 Jahre Experiment in Zeit und Raum, mit Menschen, Situationen, inneren Zu- und äußeren Umständen. Es handelt sich um eine Versuchsreihe mit offenen Ausgängen und überraschenden Ergebnissen.