Bettina Rollwagen

 

"Erfahrung - Entfaltung - Embodiment"

Fr, 30.03.18 | 10 - 13 Uhr und 15 - 18 Uhr

 

Zum Workshop

Die Umwelt prägt den Menschen und von Generation zu Generation kann von den Eltern nur noch das weiter gegeben werden, was man selbst noch erfahren hat. Das bezieht sich sowohl auf Nützliches, was wir leider verlieren, als auch auf repressive Strukturen, die wir zum Glück überwinden.

Über Jahre konnte ich selber aus der therapeutischen und pädagogischen Praxis und Theorie erforschen, wie unsere senso-motorische, emotional-soziale als auch kognitive Entwicklung zusammenhängen. Viele unserer Ressourcen, seit über Jahrmillionen intelligent in unserem Körper angelegt, werden in ihrem Reichtum nicht erkannt, da sie sich in früher Kindheit unbewusst entwickeln.

 

Wir werden multisensorisch die innere Entwicklungslogik unserer ersten drei Lebensjahre exemplarisch nach den wichtigsten Entwicklungsstufen Bindung, Autonomie-Entwicklung und Empathiefähigkeit erfahren. Die Teilnehmenden dürfen selber erleben, welche Ressourcen im Körper intelligent angelegt und in Therapie und Pädagogik nutzbar sind.

Denn durch die Bewusstwerdung der Körpersprache und Entwicklungschronologie  lassen sich die Entwicklungsstufen der Kinder (auch Erwachsenen)  besser beobachten und begleiten. Unseren Körper, das Gehirn und Bewegung besser zu verstehen, hilft  uns sowohl  den Anforderungen unserer gesellschaftlichen Veränderungen  im guten Sinne gerecht zu werden als ihnen auch an angemessener Stelle  zu widerstehen.

 


"Unser Gehirn, das unbekannte Wesen"

 Fr, 30.03.18 | 19:30 - 21 Uhr

 

Zum Vortrag

Scherzhaft heißt es manchmal: Könnten wir unser Gehirn verstehen, wären wir so einfach gestrickt, dass wir es nicht verstehen könnten.

In den letzten drei Jahrzehnten forschten Neurobiologen und Kognitionswissenschaftler intensiv am Gehirn. Die neuen Bildgebenden Verfahren machen es möglich. Auch die Bewegungsanalytiker nähern sich diesem vielfältigen und komplexen Organ im Körper immer mehr an und verstehen den Zusammenhang von Bewegung, Körpersprache, Gefühlen und Gehirnprägung.

Die gute Nachricht: Das Gehirn ist plastizid, d.h.  wir können unser Gehirn mit den geeigneten Mitteln zum Gewünschten hin immer verändern. Ja, man kann sogar vom Pessimisten zum Optimisten werden -  nur gewusst wie.

In einem amüsanten Vortrag mit vielen kleinen Beispielen und Übungen kommen wir diesem spannenden „Gerät“ näher.

Dabei werden Sie immer mehr erkennen, dass es auch für den banalen Alltag und das lebenslange Lernen nützlich ist, das Gehirn in seinen wichtigsten Funktionen, Teilen und seiner evolutionär angelegten, Jahrtausende alten Struktur zu verstehen.

 


 

Zur Referentin

- 1983 Abschluss Diplom Sportwissenschaft (Deutsche Sporthochschule Köln)

-   1988 Certificated Movement Analyst CMA Rotterdam

-   2009 Lerntrainerin/-therapeutin nach Dr. Christel Kannegießer-Leitner

-   2007 – heute Gründung und Leitung des Instituts für Bewegungs- und Lernentwicklung (IBL)

-   diverse Lehrtätigkeiten für Verbände, Universitäten, Bildungswerke

-   2009 – heute Therapeutische Arbeit im Rahmen ambulanter Kinder- und Jugendpsychiatrie

- mehr Infos unter www.bewegteslernen.org