Stefi Schmid

 

"Brain Dance"

Fr, 30.03.18 | 10 - 13 Uhr und 15 - 18 Uhr

 

Zum Workshop

Wieso kann Hannah ihre Körpermitte nicht kreuzen? Weshalb geht Paula im Passgang? Warum kann Marie selbst mit geöffneten Augen nur kurz auf einem Bein stehen? Warum steigert sich bei Jasper die Konzentration nicht?


Wenn Dir diese oder ähnliche Beobachtungen aus Deinem Tanzunterricht oder Deiner Tanztherapie bekannt sind und Dein pädagogisches Wissen und Deine Unterrichtsmethoden schwer greifen, kann dies vielleicht andere Ursachen haben.

Bestehende frühkindliche Reflexe können eine Ursache für diese Auffälligkeiten sein. Frühkindliche Reflexe sind angeborene automatische und stereotype Bewegungen auf äußere Reize wie z.B. Berührung oder die Umwelt. Sie haben für die Entwicklung des Kindes wichtige Funktionen. Einige sichern das Überleben des Säuglings. Frühkindliche Reflexe treten zeitlich begrenzt auf. Haben sie ihre Aufgabe erfüllt, erfolgt ihre Hemmung und ihre Kontrolle in höheren Gehirnzentren.

Nun kann es passieren, dass ein frühkindlicher Reflex über den ihm von Natur aus zustehenden Zeitraum hinaus aktiv bleibt. Dies äußert sich in unbewussten motorischen Bewegungen. Muss ein frühkindlicher, nicht integrierter Reflex willentlich in seinem Bewegungsmuster kontrolliert werden, so bindet dies viel Energie in Gehirnarealen, die ansonsten für kognitive Leistungen zur Verfügung stünden.

Wie ist es uns nun möglich, dieses Thema, mit dem sehr achtsam umgegangen werden muss, in eine Tanzstunde zu integrieren?

Der BrainDance nach Anne Green Gilbert ist ein tolles Warm-up für Tanzklassen oder Ritual für den Alltag. Er ist für Tanzpädagogen und Tanztherapeuten aller Stilarten geeignet und lässt sich mit allen Altersgruppen durchführen. Er durchläuft die frühkindlichen Bewegungsmuster und Reflexe zur Reduktion von Restreaktionen der frühkindlichen Reflexe, die motorisches, kognitives und soziales Lernen einschränken können. Er schafft Vorraussetzungen für koordiniertes Bewegen und ein Verständnis dafür, wie Bewegung funktioniert. Er fördert die Konzentration, schafft neue neuronale Vernetzungen im Gehirn, und macht einfach Spaß!

Durch praktische Erfahrung des Brain Dances und kleiner Hintergrundinformation wird mit den Teilnehmern über direkte Anleitung und Improvisation spielerisch an dieses Thema herangegangen, sodass ein Verständnis für den Brain Dance und frühkindliche Bewegungsorganisationsmuster wächst und sie den BrainDance im Alltag für ihre tanzpädagogische oder tanztherapeutische Arbeit anwenden können.

 


 

Zur Referentin

- Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin

- Studium Musical, Schwerpunkt Tanz

- Weiterbildungen als Tanzpädagogin

- ab 2017 Ausbildung als Certified Laban Movement Analyst

- aktuell Tanzpädagogin, Aus- und Fortbildungen Tanzpädagogik f. Kinder & Kindertanz u. ä

- mehr Infos unter www.stefischmid.de