Schauspiel

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Vergessen Sie alles, was Sie bisher über "Rumpelstilzchen" gehört haben - denn:
In der Realität ist die Wirklichkeit ganz anders!
Die Staatskasse ist leer, das Volk murrt, die Zwerge planen im Untergrund einen Aufstand und der Große Zauberer Stumpel Ril, der aus allem Gold machen kann, ist spurlos verschwunden.
Der Großmüller Manfred Müller kann seine Steuerschulden nicht bezahlen und hofft, seine Tochter reich zu verheiraten.
Der Kanzler sieht sich genötigt, seinem geliebten König die Hochzeit mit Lieschen Müller einzureden, da das Gerücht umgeht, sie könne Stroh zu Gold spinnen.
Und so wird Lisa Müller ungewollt in die Intrigen der großen Politik verwickelt.
Sehen und erleben Sie die wahre Geschichte von Rumpel Stil in einer absurden Märchen-Farce.
Hinreißend, mitreißend, herzzerreißend - komisch, tragisch, magisch!
Ach wie gut, dass niemand weiß...
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mehr zur Inszenierung
Wie ernst kann man ein Stück nehmen, dass auf der Verballhornung eines Märchens basiert und deren Figuren so schräg daher kommen, als wären sie einer skurrilen Wunderwelt irgendwo zwischen "Mad Max" und Terry Pratchets "Scheibenwelt" entsprungen?
Mal tief empfunden, mal hochempfindlich, teils banal und zynisch wie die wirkliche Welt dann wieder auf einfachste Weise wunderbar - verstricken sich die Figuren in einem Labyrinth aus Zufällen und Intrigen.
Abgründe sind ihre Gründe und manchmal so abgrundtief, dass man nur mit einem Lachen drüber springen kann.
In einem skurrilen Mix aus klassischem bürgerlichem Theater und Commedia Dell'arte, eingebettet in eine trash-artige Kulisse entstand diese neueste Inszenierung des Mondstaubtheaters.
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mehr zum Stoff
Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind
Ein Müller behauptet von seiner schönen Tochter, sie könne Stroh zu Gold spinnen. Der König lässt die Tochter kommen und stellt ihr die Aufgabe, über Nacht eine Kammer voll Stroh zu Gold zu spinnen. Die Müllerstochter ist verzweifelt, bis ein kleines Männchen auftaucht und ihr - gegen eine kleine Belohnung - Hilfe anbietet...
Diese Story - erstmals 1812 von den Gebrüdern Grimm veröffentlicht - kennt heute immer noch beinahe jeder. Auch dass das Männlein später seinen Lohn - das erste Kind der Müllerstochter/Königin - einfordert, ist hinlänglich bekannt.
Allseits bekannt ist auch, dass "...Märchen (mittelhochdeutsch Maere = "Kunde/Bericht") kurze Erzählungen mit fabelhaften und wunderbaren Elementen, welche aber dennoch klar Realität spiegeln..." (*) sind.
Aber: Wie sieht nun die Realität im Falle "Rumpelstilzchen" (neuhochdeutsch "Rumpel Stil") in der wahrhaftigen Wirklichkeit (**) aus???
Dieser Frage musste irgendwann irgendwer auf den Grund gehen.
Nun, am Grunde angelangt, sehen Sie als Ergebnis, dass hinter jeder schrecklichen Geschichte eine noch schrecklichere Wahrheit (***) lauert.
Ach wie gut, dass niemand weiß...!
weitere Mitwirkende:
Texte & Regie - Tilo Nöbel
Ausstattung - Albrecht Fersch (Design / Trash-Art), Martina Schaal (Kostüme), Lukas Meier
(Gerüstbau), Trödel Markt (der Rest)
Musik - Annett Lattke, Tilo Nöbel
Licht - Tilo Nöbel, Marko Fischer
Plakat - Marko Fischer
(*) aus: Wikipedia "Märchen"
(**) vgl.: "In der Realität ist die Wirklichkeit ganz anders" (E.Terhart)
(***) lat.: "in vino veritas" (dt.: "im Wein liegt die Wahrheit")